zeitreisen
zu weihnachten wünsch ich mir eine telefonleitung in den himmel.
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[willkommen im irrenhaus]
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die sorte tag, wenn einem schon morgens unter der dusche der vorschlaghammer des passierten mit voller wucht einen kinnhaken verpasst, nur um gleich noch einen magenschwinger hinterherzuschieben.
alles erinnert.
kranke und ausgezehrte menschen. vater und teenietochter, schweigend und hilflos, fürs wochenende verpflichtet sich kennenzulernen. gebrochenes deutsch und die schnulzige musik beim italiener. überhaupt, italien. so viele traurige augen, in denen sich geschichten lesen lassen bis einem selbst die augen tränen. zähne zusammenbeissen. just been cutting onions.
es reisst mir fast das herz raus und ich wünsche mir, ich könnte ihn noch einmal umarmen.
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was über fussball lesen und ganz automatisch denken, ach, jetzt rufst du noch schnell papa an.
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ich wollte noch danke sagen. für alles.
(ein bisschen wie die geburtstagskarte, die man in die ecke gelegt hat und in der man dann jahre später 50 mark findet.)
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wie viel sich doch ändert und trotzdem gleich bleibt.
8 jahre verheiratet, frisch single, karriere bei der bank, ein schwerbehindertes kind, ein ganzes rudel kinder, doktor in informatik, in stuttgart, in berlin; lehrer, sonderpädagogen, biologen, architekten, verstorbene väter, rock´n´roll und ein paar tattoos, der erste kuss. achleckmichdoch.
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bin derzeit nicht gut im umgang mit menschen. und nachts träume ich von papa.
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dabei will ich am liebsten den ganzen tag irgendetwas neues erleben, etwas, das ich noch nie getan habe, tun, nicht aufhören mich neu zu entdecken und über mich selbst zu staunen, als könnte ich so alle ängste und zweifel und die masslose traurigkeit über bord werfen und einfach nur spüren, dass ich am leben bin.
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tag 10 ohne papa. unendliche trauer.
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