ein bisschen rant muss sein.

ich war noch nie fangirl von irgendwas*. ganz im gegenteil. keine new kids on the blog-, keine take that-, keine fc bayern- und schon gar keine diddlbettwäsche. vielleicht ist das auch der grund, warum mich gerade dieser ganze yogazirkus so nervt. lauter groupies. es berührt mich einfach unangenehm, wenn sich yogalehrer wie prominente aufführen. und wenn ich auf den fotos im yogajournal nicht mehr weiss, wo ich hingucken soll, weil irgendeine yogini in hotpants und bh mit gespreizten beinen ihre m+#w in die kamera streckt und zeigt, wie toll sie ihr ego verrenken kann. für mich hat das nicht mehr viel mit yoga zu tun. toleranz und liebe hin oder her. gefällt mir nicht.

[spiegelgesetze ahoi! gleich mal ein bisschen forschen gehen.]

*naja gut, oke, allerhöhstens ein bisschen vom schönen sawyer. seufz.
yoga

...

[während ich mich noch frage, was das eigentlich soll, diese seltsamen wendungen und biegungen im leben, spricht sie mich an und fragt, ob ich ihr erklären kann, was suspekt heißt. verrückte welt.]
passiert.

...

[da schreibt man für weltkonzerne. für startups. für agenturen und onemanshows. springt zwischen den tonalities, jeden tag anders, alles kein problem. nur wie um himmels willen schreibt man eigentlich für sich selbst?]
passiert.

...

[Zwei Atemschlauchgeräte an einem Tag. Wie die Dinger genau heißen weiß ich gar nicht. Auf jeden Fall dann eins davon auch noch mit Zigarettenraucher dran. Der ist in Hausschuhen unterwegs, so dürr und schwach, dass er den Kippenstummel erstmal fallen lässt. An manchen Tagen könnte ich wirklich eine lebendige Triggerwarnung brauchen. Jemanden, der ein Fähnchen ins Bild hält, damit ich noch schnell den anderen Weg nehmen kann. Noch schnell in den Zeitungsladen rein, oder so. Dann wenn eh alles schon so laut ist und wenn in jeder U-Bahn die man erwischt ein Kind wie am Spieß schreit. Meine Nerven, echt, die möchten gerade in Klausur.]
passiert.

...

"Dance because you’re drunk at a big dance party with your friends and Michael Jackson is playing, not because ‘no one is watching.’ Everyone is watching. We’re at a fucking party. That’s how parties work."

[do whatever the fuck you want. das ist so gut.]
danke, gut

...

das erste shanti für den inneren frieden.
das zweite für den frieden gegenüber den mitmenschen.
und das dritte für den weltfrieden.

[wie unterschiedlich meine beiden yogawelten doch sind. der hippe, sportliche zirkus (sweat=glow) und meine puschelige ausbildungsgruppe, so tiefgründige, echte menschen. mit fehlern. mit ängsten. und so viel mut und mitgefühl. vorbilder sollen wir uns suchen; lehrer ansehen und die frage beantworten: willst du so sein? capslock JA - aber. wie sich allein schon das rezitieren unterscheidet. im studio gilt: je lauter, desto yogi. schaut her, ich kann mitsingen! und wie toll der klangteppich sich ausbreitet und schwingt, wenn 20 menschen von ganz tief innen raus chanten.]
yoga

...

Falls irgendjemand noch warten sollte auf "Das Experiment: Woche 2" und "Das Experiment: Woche 3" dem sei gesagt: Zu viele Ideen, zu viele Pläne, und viel zu wenig Zeit und Nerven. Also alles wie immer.

[In kurz: Die zweite Woche begann mit Grantigsein aus der Hölle und als ich wieder okay war, bin ich vom Fahrrad gefallen. The return of the Kopfschmerzen. Und der Energielevel war damit auch im Keller. Außerdem hab ich meinen geliebten Gepa Kaffee nicht nur vermisst, ich habe von ihm geträumt. Ha, wie früher mit den Zigaretten. In der dritten Woche hatte ich dann plötzlich die Schnauze voll. Was ich am Essen besonders liebe, ist ja der soziale Aspekt. Und der fällt einfach schnell mal flach, wenn man sich nur von Wasser und Brot äh, na ihr wisst schon, ernährt. Außerdem hatte ich keine Lust mehr alle zwei Tage frischen Saft zu pressen und ich hab mich immer mehr gefragt: Wieso der ganze Mist? Naja, es blieb vegan, aber mit Gluten und weniger Saft und Gemüse.

So, dann muss wohl ein Fazit her. Alles in allem wars recht interessant zuzugucken, wie der Körper und vor allem der Geist so reagiert, wenn man mal die Muster durchbricht. Das mit dem Energielevel, also meinem eigentlichen Ziel, kann ich jetzt nicht so sagen. Liegt aber vielleicht tatsächlich an dem Fahrradunfall. Vermutlich will keiner Bäume ausreissen wenn er vor lauter Hämatom nicht gscheid in den Wald laufen kann. Aber: ich hab mich ziemlich gut gefühlt und eine voll gesunde Gesichtsfarbe bekommen. Und ob ihrs glaubt oder nicht: Ich hab bis heute noch keinen Kaffee getrunken.]
passiert.

...

Gestern irgendwo zwischen Facebook und Twitter aufgeschnappt:

Erfindung gegen den Plastikmüll in den Meeren

Das Leben der Zukunft

[Zukunft, Baby!]
danke, gut

Das Experiment: Woche 1

Vor zwei Jahren war ich in Portugal in einem makrobiotischen Surfcamp. Seitdem weiss ich, wieviel Energie in mir so drinstecken kann. Und dass ich nicht immer nur müde und kaputt sein muss. Da haben sich die drei Wochen im Mai nach der re:publica und den gefühlten 32 Halloumiburgern einfach angeboten, endlich mal dieses Detoxdingens nach Kris Carr auszuprobieren. Ja, genau, in der Hoffnung auf ein bisschen mehr Energie. Ich sehe das Ganze also weniger als Verzicht, nä, hier solls darum gehen, den Körper mit so vielen gesunden Sachen wie möglich voll zu packen. Gut, und ganz nebenbei halt kein Kaffee, kein Alkohol, kein Zucker, keine Gluten, kein Tier, keine Konservierungsstoffee, kein ... hab ich was vergessen?! Naja und so weiter. Alles kein Problem.

veggies
[Symbolbild: Lastwagen voller Gemüse.]

Dachte ich. Die ersten Tage waren der absolute Graus. Ich hab den Koffeinentzug total unterschätzt. Super Timing auch, dass ich erstmal 3 Tage in der neuen Agentur gebucht war. Spitzenidee. Der zweite Tag war der schlimmste, ich hatte üble Kopfschmerzen, die dann eine gemeine Migräne werden wollten. Abends dann ein Frischkäserückfall und der Gedanke, alles hinzuschmeissen. Vorallem den grünen Saft (trinke ich sonst sehr gern!) und dieses ganze Grünzeugs konnte ich nimmer sehen. Habe dann beschlossen, dass ich - gerade wenn ich arbeiten muss - halt einfach ein Frühstück brauche, das aus mehr besteht als einem halben Liter grüner Brühe. Damit gings mir auf einen Schlag besser. Ich hatte also 4 oder 5 Tage Kopfschmerzen, aber dann dafür gar keine mehr. Tag 6 war dann halbwegs wieder normal vom Körpergefühl und Tag 7 war der Wahnsinn! Diese Energie! Diese gute Laune! Whoa, fast ekelhaft. Ich bin um 6 aufgestanden, hab den halben Garten umgegraben und ein Hochbeet angelegt (!)

Merke:
Ich mag rohe Champignons und Zucchini im Salat.
Frischkäse und Parmesan. I miss you.
Wer Urlaub hat, ist klar im Vorteil.
Gartenarbeit macht Muskelkater aus der Hölle.
Wie ich es hasse, wenn mir jemand sagt, was ich tun soll - und wenns nur ein schnödes Buch ist.
Heavy Metta! Immer wieder!
Ich muss endlich nicht mehr alles perfekt machen, drei Kreuze dafür.
Glutenfreies Brot schmeckt wie unser Keller riecht.
food

oh!itsplastic

[life in squared brackets.]

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