zeitreisen
ich wollte noch danke sagen. für alles.
(ein bisschen wie die geburtstagskarte, die man in die ecke gelegt hat und in der man dann jahre später 50 mark findet.)
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wie viel sich doch ändert und trotzdem gleich bleibt.
8 jahre verheiratet, frisch single, karriere bei der bank, ein schwerbehindertes kind, ein ganzes rudel kinder, doktor in informatik, in stuttgart, in berlin; lehrer, sonderpädagogen, biologen, architekten, verstorbene väter, rock´n´roll und ein paar tattoos, der erste kuss. achleckmichdoch.
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bin derzeit nicht gut im umgang mit menschen. und nachts träume ich von papa.
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dabei will ich am liebsten den ganzen tag irgendetwas neues erleben, etwas, das ich noch nie getan habe, tun, nicht aufhören mich neu zu entdecken und über mich selbst zu staunen, als könnte ich so alle ängste und zweifel und die masslose traurigkeit über bord werfen und einfach nur spüren, dass ich am leben bin.
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tag 10 ohne papa. unendliche trauer.
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(und
bloss
nicht
drüber
nachdenken.)
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manchmal, wenn das leben droht mich aufzufressen und mir keine luft zum atmen lässt, dann stell ich mir vor, ich wäre fremd hier.
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feels like sackgasse.
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am donnerstag waren die blutwerte so schlecht, dass er wieder ins krankenhaus musste. vorsichtsmassnahme. und jetzt sitz ich hier und bekomme nichts geregelt.
[so viele dinge, die ich nicht in worte fassen kann]
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